Brücken bauen zwischen Ortsgemeinde und Verbandsgemeinde – mit René Adler
Shownotes
In dieser Episode sprechen wir mit René Adler – Ortsbürgermeister von Nackenheim und Kandidat für das Amt des Verbandsbürgermeisters der Verbandsgemeinde Bodenheim.
Im Mittelpunkt steht eine Frage, die im Wahlkampf immer wieder diskutiert wurde: Kann man beide Ämter gleichzeitig ausüben – und ist das sinnvoll? René Adler erklärt, warum dieses Modell in Rheinland-Pfalz längst Praxis ist und welche Chancen sich daraus für die Gemeinden ergeben.
Außerdem geht es um Verantwortung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern von Nackenheim, die Bedeutung von Kontinuität in laufenden Projekten und die Frage, wie Neutralität im Amt sichergestellt wird.
Ein weiterer Blick richtet sich auf die persönliche Ebene: Wie lässt sich die Doppelrolle organisieren, welche Ressourcen werden frei und warum ein starkes Team dabei entscheidend ist.
Eine Folge über kommunalpolitische Realität, klare Haltung und den Anspruch, Politik nah an den Menschen zu gestalten.
Transkript anzeigen
00:00:05:
00:00:10: In diesem Wahlkampf war immer wieder Diskussion, du möchtest Ortsbürgermeister von Nackenheim bleiben und dann wurde in den Raum gestellt das würde nicht gehen.
00:00:19: Und heute würde ich gerne mal die Gelegenheit nutzen das komplett auszuräumen denn das ist ein Modell das gibt es sehr oft im Rheinland-Pfalz.
00:00:27: Genau das ist richtig so.
00:00:29: Ich weiß, dass es zweiundzwanzig Kommunen in Rheinland-Pfalz gibt.
00:00:32: Wo ist die Personalien-Union?
00:00:34: gibt zwischen Arzt oder sogar Stadtbürgermeister und Verbandsbürgmeister?
00:00:37: Also das funktioniert sehr gut!
00:00:39: Der Dirk Hasenfuß übrigens aus Niederolm, Stadtbürgermeister.
00:00:43: NiederOLM hat zwölftausend Einwohner macht es auch und das zeigt ja, dass dort Synergien vorhanden sind und die kann man sinnvoll nutzen und dann funktioniert das sehr gut.
00:00:53: Und jetzt noch die Kehrseite von der Geschichte weil du hast dir auch ein Versprechen abgegeben und das heißt Die Nackenheimer zählen ja darauf, dass du es machst und ich finde das eigentlich auch nur gut und ehrlich wenn man sagt Ich nehme das Amt bis zum Schluss war.
00:01:08: Genau so ist es.
00:01:09: Also ich habe ja vorhin noch bis zur Legislatur, bis zum Ende der Legislatur Ortsbürgermeister zu bleiben das heißt nach Amtsantritt zweieinhalb Jahre.
00:01:17: Logisch mit einem Wahlergebnis von über neunzig Prozent, neunzeigkommar zwei genau kann man Nackenheim nicht in Stich lassen.
00:01:23: Das verlangen auch die Nackenhäume von mir.
00:01:26: Das ist ganz klar.
00:01:27: Das sind viele Gespräche gelaufen und wir Nacknenheim erwarten es.
00:01:31: Und jetzt dürfen sie auch erwarten dass ich bei den Orts Bürgermeisters von Nacknheim bleibe.
00:01:38: für mich wenig diskutiert wird.
00:01:40: Eine Neuwahl auch auf Ortsgemeinde bedeutet Geld und jeder, der ein bisschen kommunalpolitische Erfahrung hat weiß jemand, der neu in einen Amt kommt kann es auch nicht sofort alles und das dauert und deswegen verliert man vielleicht auch mal anderthalb Jahre.
00:01:56: Ja auf jeden Fall also mit eins darf man nicht vergessen nach Amtsantritt.
00:01:59: und eine Neuwahl für Nackenheim würde bedeuten dass ich mich um die Neuwahlen kümmern muss Darum kümmern, dass wir jemanden einarbeiten.
00:02:07: Im Moment ist da niemand der sich gezeigt hat von keiner Partei auch nicht von uns.
00:02:12: Von daher das kostet Geld es kostet Ressource es koste Arbeitszeit.
00:02:16: eine Neuwahl dann lieber ganz in Ruhe die Projekte die jetzt gut laufen mit einem starken Team im Hintergrund zu Ende bringen die zweieinhalb Jahre in den Kommunalwahl gehen und dann ganz normal wählen.
00:02:28: Neutralitätsgebot sagt noch etwas dazu, weil das wurde auch diskutiert.
00:02:32: Ist er denn dann wirklich neutral in seinem Amt wenn er gleichzeitig auch noch Ortsbürgermeister von Nackenheim ist?
00:02:38: Da möchte ich gerne Rückfrage stellen und so antworten was ist der Unterschied zwischen jemandem der im Amt noch ist als Orts Bürgermeisters hier von Nankenheim oder sein Amt zum Beispiel als Ortesbürgmeister einer anderen Gemeinde auf gibt.
00:02:52: Man könnte immer beiden unterstellen, sie haben die Ortsprilauf von Nackenheim und Bodenheim oder Haagsheim.
00:03:00: Nein das ist nicht der Fall!
00:03:01: Schon Gesetzmäßiges kann es gar nicht so sein denn der Verbandsbegemaße ist an das Neutralitätsgebot gebunden und zunächst hat er mal die Beschlüsse des Verwandsgemeinderates auszuführen.
00:03:13: Und ich bin immer an der Sache orientiert fachorientiert Das heißt Ich priorisiere Projekte rein nach Priorität der Sache nach.
00:03:23: Es gibt ein Projektplan, Projektsteuerungsplan und da stehen Fristen an zum Beispiel Förderfristen und das ist zu beachten!
00:03:30: Und nicht der Ort oder wo das Herz vielleicht schlägt?
00:03:34: Nein es geht darum rein an die Sache orientiert, rein am Projekt orientiert.
00:03:40: Und dann kommen wir noch, wenn wir gerade bei diesem ganzen Themenkomplex sind dazu.
00:03:45: Die Doppelbelastung wurde angesprochen das heißt Ortsbürgermeister Verbandsbürgemeister.
00:03:50: ich glaube aber auch da liegen die Argumente auf der Hand.
00:03:52: im Moment lebst du ja auch von irgendetwas, das heißt ... Du wirst natürlich deine Arbeit die du jetzt machst im Falle des Wahlsieges aufgeben.
00:04:01: Ja
00:04:01: natürlich!
00:04:01: Ich bin im Hauptberuf bei der Berufstraße in Mainz.
00:04:04: Hab da einen Sachgebiet zu leiten, eine hohe Personalverantwortung haben großes Team zu führen und das entfällt dann.
00:04:11: mit der Amtsübernahme als Verbandsbürgermeister wird dieses Amt ruhen in Mainze.
00:04:17: Das heisst ich habe dort Freiräume, die nutze ich natürlich als Verbansbürgmeister.
00:04:22: beides funktioniert, beweisischer jetzt im Hauptberuf in Mainz bei der Berufshäufer und im Ehrenamt als Ortsbürgermeister von Nackenheim.
00:04:30: Und wenn man sehr gut organisiert ist und ein gutes Team im Hintergrund hat, funktioniert das wunderbar weil man Synergien hat!
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